Hundeerziehung

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Erziehungsmethoden, zahlreiche Trainer mit individuellen Erziehungskonzepten und für welche Methode Sie sich letztendlich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Hier möchten wir Ihnen eine kurzen Überblick geben, was ein kleiner Hund alles lernen muss und wo man Tipps und Ratschläge dazu bekommt.

Grundsätzlich wichtig ist, dass man bei jedem Hund so früh wie möglich mit der Grunderziehung beginnt – auch ein Familienhund braucht eine solide Erziehung und dabei ist ein konsequentes Training mit häufigen kleinen Übungen unerlässlich – bis Ihr Hund das gewünschte Verhalten zeigt.
Hierbei stellen sich grundlegende Fragen:
Wie belohne ich meinen Hund für richtiges Verhalten? Mit Lob oder mit Leckerli? Was versteht man  unter positiver Belohnung und welche Bedeutung hat diese beim Lernprozess eines Hundes?  Wie reagiert man auf Fehlverhalten? Mit Ignorieren oder mit Strafe?

Wenn Sie Ihren Welpen endlich bei sich zu Hause haben, beginnt die Erziehung schon damit, dass Ihr Hund stubenrein werden soll: Wie lernt ein kleiner Welpe zwischen Gummibaum im Wohnzimmer und Baum oder Strauch im Garten zu unterscheiden? Es soll eine möglichst enge Beziehung und Bindung zwischen Hund und Mensch aufgebaut werden. Ihr Hund soll bestimmte Befehle ausführen können (Sitz, Platz, Steh, Bleib, auf Zuruf zurückkommen …) und er soll lernen sich an gewisse Regeln zu halten: z.B. Ihre Schuhe riechen und schmecken gut und trotzdem muss er lernen, dass er sie nicht anknabbern darf, Teppiche und Möbel sind tabu …

Es gibt zahlreiche weitere Situationen, in denen Ihr Hund lernen muss ohne Angst  zurecht zu kommen und sich richtig zu verhalten:
- im Straßenverkehr, auf dem Bahnhof, auf dem Flugplatz
- bei einem Restaurantbesuch oder in einem Einkaufszentrum
- beim Autofahren, im Bus oder im Zug
- Treppen steigen oder Aufzug fahren oder über Brücken zu gehen
- bei der Begegnung mit Joggern oder Radfahrern
- bei der Begrüßung von Freunden und Bekannten

welpen-erziehung

Es gibt zahlreiche Bücher, die bei der Orientierung, was ein Hund alles können soll oder muss und wie wir das erreichen können, behilflich sein können. Für die anfängliche Erziehung Ihres Welpen sollten Sie aber die wichtigsten Grundlagen in folgendem Buch finden:
Welpen-Erziehung von Katharina Schlegl-Kofler


Ausführliche Informationen für die erfolgreiche, weitere Erziehung Ihres Hundes finden sie dann u.a. in folgenden Büchern:
Das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde von Nicole Hoefs und Petra Führmann;
Das große GU Praxishandbuch Hundeerziehung von Katharina Schlegel-Kofler.

Sollten Sie bei Ihren Bemühungen Ihren Hund alltagstauglich zu machen an einem Clickertraining interessiert sein (was bedeutet „Click and Treat“ oder Click und Leckerchen) so können Sie sich über den systematischen Gebrauch dieses Verstärkers in den folgenden Büchern informieren:
Clickertraining für den Familienhund – Praktische Übungen für den Alltag
Hierin erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund Schritt für Schritt auf den Clicker konditionieren können.

Allerdings reicht es nicht aus, sich nur in Büchern zu informieren und es ist zusätzlich ganz wichtig schon im Welpenalter eine Hundeschule zu besuchen.

Hundeschulen

„Hundeschule? Nein danke, das brauche ich nicht!“, hört man immer wieder.
Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung nur raten, sich rechtzeitig einmal nach einer guten Hundeschule in Ihrer Nähe umzusehen und Rat und Hilfe von erfahrenen Trainern in Anspruch  zu nehmen.
Ein Cavalier King Charles Spaniel ist zwar wesentlich leichter zu erziehen als z.B. unser kleiner Terrier, der sehr eigenwillig und selbstbewusst ist, aber trotzdem braucht jeder Hund eine gewisse Grunderziehung.

In jeder Hundeschule gibt es Welpenspielgruppen, in denen die Hunde lernen, in den unterschiedlichsten Situationen zurecht zu kommen (Umweltsozialisation) und vor allem auch mit anderen Hunden umzugehen. Dieser soziale Kontakt zu jungen Hunden aller Rassen ist einfach ein MUSS.

Später kann mein einen Cavalier King Charles Spaniel sehr gut zu einem Belgleithund ausbilden und ohne viel Aufwand die Begleithundeprüfung ablegen (gehört er doch in die Gruppe der Begleithunde). Außerdem macht auch ein wenig Agility einem Cavalier richtig Spaß.

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